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Alberque 2000

DIE ASSOCIAÇÃO ALBERGUE MARTIM LUTERO
- GESELLSCHAFT ZUM UNTERHALT DER HERBERGE "MARTIN LUTHER"-
in Vitória, Espirito Santo, Brasilien

Anlass für die Gründung der "Associação Albergue Martim Lutero" (Gesellschaft zum Unterhalt der Herberge Martin Luther) waren große Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung der Menschen aus dem Landesinneren von Espirito Santo, Brasilien.

In diesem Bundesstaat gibt es nur ein Spezialkrankenhaus für Krebs. Wer eine Krebsbehandlung benötigt, muss sich auf einen langen Weg machen, um in diesem Krankenhaus behandelt zu werden. Die Warteschlange ist lang und die Menschen, die hier warten müssen, sind meist arm. Sie sind deshalb darauf ange-wiesen, dass sie einen Platz finden, an dem sie übernachten dürfen.

ZUM GESCHICHTLICHEN HINTERGRUND DER ENTSTEHUNG DER ALBERGUE

a) allgemeine gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Von diesen Missständen ist besonders die Bevölkerung pommerscher Abstammung im Gebiet um  Santa Maria de Jetiba betroffen, die auch 130 Jahre nach der Auswanderung aus Deutschland ihre ursprüngliche Sprache, Kultur und Anbautechnik pflegt. Mitte des letzten Jahrhunderts besiedelten sie das gebirgige Hinterland und bauten kleine Gemeinden mit eigenen Schulen und Kirchen auf. Diese Kirchen und Gemeinderäume sind bis heute lebendiger Mittelpunkt für die Gemeindemitglieder. Durch den fehlenden Kontakt nach außen erlernten sie aber die Landessprache portugiesisch nicht.

Um ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern, beteiligten sich die  deutsch-stämmigen Kleinbauern am Anbau von Kaffee und Blumen für das Exportgeschäft.
In den siebziger Jahren wurde in der Landwirtschaft der Gebrauch von Pestiziden eingeführt. Regierungsbehörden boten die Spritzmittel als „Medizin“ für die Pflanzen an, versäumten aber (bewusst oder unbewusst) auf die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen hinzuweisen. Warnhinweise auf den Verpackungen waren auf portugiesisch und somit für die Landarbeiter unlesbar. Gutgläubig benutzten sie die gefährlichen Spritzmittel, die in Europa längst verboten waren.

 

 

Diese Pestizide und die starke Sonneneinstrahlung bewirkten in der Folge ein gehäuftes Auftreten von Hautkrebs und anderen Krebserkrankungen. Weder die Ärzte noch die Krankenhäuser im Landesinneren waren darauf vorbereitet. So waren die Erkrankten gezwungen, zur Behandlung nach Vitória zu kommen. Hier erwies sich die Unkenntnis der Landessprache als nahezu unüberwindliche Schwierigkeit. Sie konnten weder die Straßenschilder lesen, noch sich mit dem Krankenhauspersonal und den Ärzten unterhalten. Eine detaillierte Schilderung von Krankheitssymptomen und Ursachen unterblieb folglich - was eine angemessene medizinische Behandlung unmöglich machte.

b) Herausforderung für die evangelische Kirchengemeinde

In dieser schwierigen Situation kamen auf die Pfarrer der Kirchengemeinde neue Aufgaben zu. Sie mussten Krankentransporte organisieren, sich um die Unterbringung der Menschen in Vitória kümmern und den Kranken im Krankenhaus zur Seite stehen. Das war nur mit freiwilligen Helfern möglich, die ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten, als Dolmetscher tätig waren und Patienten beherbergten.
Auf der Versammlung des Südbezirks der evangelischen Kirchengemeinden von Espirito Santo in Barracaõ im Mai 1981 stellte die Gemeinde Rio Possmoser den Antrag einen  hauptamtlichen Helfer einzustellen.  Dessen Aufgabe sollte es sein, die Kranken zu begleiten, bei der Unterbringung und den ärztlichen Untersuchungen zu helfen und Kontakte zu Ärzten und Krankenhäusern herzustellen. Darüber hinaus sollte dieser Mitarbeiter dafür sorgen, dass die Kranken gut betreut und über alle Gefahren im Umgang mit Pestiziden aufgeklärt werden. Die Unkosten dieser Arbeit - so sah es dieser Antrag vor - sollte durch einen jährlichen Beitrag der Gemeindemitglieder gedeckt werden. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Die Gemeinde von Vitória erklärte sich außerdem bereit, die Kranken bei Gemeindemitgliedern aufzunehmen.
Die ganze Arbeit sollte zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung beitragen und über die strukturellen Schwierigkeiten des Landes und die Ungerechtigkeit gegen die einfache Landbevölkerung aufklären.

c) erste bescheidene Anfänge

Die Unterbringung bei Gemeindemitgliedern konnte nur eine Zwischen-lösung sein und so wurde im Stadtteil Ipessa von Vila Velha ein Holzhaus gemietet, später kamen 2 weitere Häuser dazu.
1983 wurde in der Nähe der großen Kliniken von Vitória ein Haus gekauft, zusätzliche Mitarbeiter wurden angestellt und ein Fahrzeug angeschafft. Den Kauf des Hauses ermöglichten Spenden der Kirchenmitglieder von Espirito Santo.
In der Folgezeit fanden Aufklärungsveranstaltungen statt, um der Bevölkerung die Gefährlichkeit des Einsatzes von Pestiziden und die Möglichkeiten des Schutzes vor der Sonneneinstrahlung zu zeigen.
Im September 1987 wurde das Aufgabengebiet erweitert, um die medizinische Versorgung der Landbevölkerung zu verbessern. Die Universität stellte einen VW-Bus zur Verfügung, mit ihm konnten ein Dermatologe und 6 Medizinstudenten in die Landgemeinden fahren um vor Ort Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen.
Im Jahr 1983 wurde die Betreuung der Arbeit in der Albergue dem Ehepaar Arlindo Lagass und Evenira Rainholz Lagass übertragen. Sie stammen aus Vila Pavaõ im Norden von Espirito Santo und waren ursprünglich Landarbeiter. Beide haben sich fortgebildet und stehen heute ganz im Einsatz für die Albergue und die Menschen, die sie betreut.

DIE AUFGABENBEREICHE DER
ASSOCIAÇÃO ALBERGUE MARTIM LUTERO

Im Laufe der Zeit hat sich die Arbeit der Associação Albergue Martim Lutero sehr stark weiterentwickelt und es werden heute eine ganze Reihe von zum Teil sehr unterschiedlichen Aufgabenbereichen abgedeckt. Sie können im Folgenden nur andeutungsweise beschrieben werden, da eine ausführliche Darstellung den Rahmen dieser Publikation sprengen würde.

1. Die Albergue (Herberge) „Martim Lutero“

a) Beherbergung

Seit ihrer Gründung besteht die Hauptaufgabe der Albergue darin, Menschen jedweder Konfession, die aus dem Landesinneren kommen, zu beherbergen.
 Dafür steht zur Zeit  eine notdürftig eingerichtete Doppelhaushälfte zur Verfügung, die früher als gewöhnliches Wohnhaus genutzt wurde.
Während im 1. Stock des Hauses der Leiter der Albergue, Arlindo Lagass, mit seiner Familie wohnt, wird das Erdgeschoss für die Unterbringung der Patient/-innen genutzt. 32 Betten stehen in drei Räumen zur Verfügung. Die normale Belegung der Albergue liegt jedoch bei 35 Personen, was nur durch das Aufstellen von Notbetten möglich ist.
Die Aufenthaltsdauer in der Albergue ist abhängig von der medizinischen Versorgung. Sind nur ärztliche Untersuchungen notwendig können Patient/-innen schon nach zwei oder drei Tagen wieder nach Hause entlassen werden.
Bei einer der – wesentlich häufiger erforderlichen – ambulanten Behandlungen in einem der Krankenhäuser der Bundeshauptstadt Vitória dauert der Aufenthalt bis zu acht oder zehn Wochen.
Der Aufenthalt in der Albergue ist für die Patienten grundsätzlich kostenlos. Dies gilt sowohl für Übernachtung als auch für die regelmäßigen Mahlzeiten.
Neben der normalen Versorgung der Menschen, werden auch Verbandswechsel vorgenommen sowie die Einnahme verordneter Medikamente überwacht.
Wie groß der Bedarf an dieser Arbeit und Einrichtung ist, zeigt die folgende kurze Statistik:
Jahr neue Patienten eingetragene Patienten
1996 339 1109
1997 451 1242
1998 ca. 500 ca. 1400
Da zum einen immer mehr Menschen das Angebot der Albergue wahrnehmen, und auf der anderen Seite Patient/-innen verschiedenster Erkrankungen in ein und demselben Raum untergebracht werden müssen, hoffen die Verantwortlichen in Vitória, in naher Zukunft ein größeres Haus bauen zu können.

b) Begleitung der Patientinnen und Patienten

Während des Aufenthaltes in Vitória werden die Patienten von einer/einem Mitarbeiter/in der Albergue zu den ärztlichen Untersuchungen, den Labortests oder den Krankenhausbehandlungen begleitet, um eventuell auftretende Sprachbarrieren überbrücken zu können.
Dies ist besonders bei Erstuntersuchungen oder der Anmeldung zu einer notwendigen Operation unabdingbar, um eine fach- und sachgerechte Behandlung zu ermöglichen.

c) Organisation der An- und Abreise

In Absprache mit den ausgebildeten medizinischen Helfern sowie anderen Ansprechpartnern organisieren die Mitarbeiter/-innen der Albergue den Transport sowohl vom Heimatort nach Vitória, als auch die Rückreise. Gegebenenfalls werden die Patienten direkt zu Hause abgeholt.

d) seelsorgerliche Betreuung des Kranken

Da viele Patienten das erste Mal überhaupt von Zuhause fort sind, hat es sich als überaus dringend heraus gestellt, sie während des Aufenthaltes in der Albergue seelsorgerlich zu betreuen.
Auch müssen viele Patienten die ärztliche Diagnose verarbeiten, die in vielen Fällen Krebs lautet und mit einer weitgehenden Umstellung der bisherigen Lebensumstände verbunden ist.

2. Dermatologisches Projektes zur Vorbeugung von Hautkrebs

Die Fortführung dieser 1987 begonnenen Arbeit bildet einen weiteren Schwerpunkte der Arbeit der Associação Albergue Martim Lutero.
Das Hauptziel besteht dabei darin, die Ausbreitung von Hautkrebs und anderen Krebserkrankungen einzudämmen, sowie erkrankten Menschen frühzeitig zu helfen, um ihre Lebenserwartung und Lebensqualität zu verbessern.

a) monatliche Untersuchungen und Operationen in 12 Gemeinden

Regelmäßig einmal Monat wird eine von 12 zentral liegenden Gemeinden im Landesinneren des Bundesstaates Espirito Santo ein Wochenende lang besucht.
In Zusammenarbeit mit der Universität,  der Universitätsklinik, dem Gesundheitsamt und den Gemeinden der evangelisch-lutherischen Kirche im Bundesstaat Espirito Santo wird jeweils ein etwa 25-köpfiges Team zusammengestellt, dem neben Universitätsprofessoren und Medizinstudent/-innen der letzten Ausbildungsphase auch Mitarbeiter/-innen der Albergue angehören.

 

 

Diese Teams führen in Gemeinderäumen im Landesinneren, die mit einfachsten Mitteln ausgestattet sind eine umfangreiche medizinische und pflegerische Arbeit durch.
 Den Anfang bildet eine ausführliche Untersuchung aller Menschen, die sich am jeweiligen Gemeindehaus einfinden. Diese Untersuchungen, bei denen vor allem auf Haut- und andere Krebserkrankungen geachtet wird, werden sorgfältig dokumentiert, damit bei einem weiteren Besuch auf vorherige Untersuchungsergebnisse Bezug genommen werden kann.

 

Sofern es sich als notwendig erweist, werden kleinere Operationen  von den mitgereisten Ärzten sofort ambulant durchgeführt. Für unsere Vorstellungen unter primitivsten Bedingungen. Jedoch hat es in  den mehr als zehn Jahren, die diese Arbeit besteht noch nicht einen Fall, von Wundentzündung gegeben.
Die große Zahl der Menschen, die erreicht wurden, zeigt die vielfältigen Möglichkeiten konkreter Hilfe, die durch das Projekt „Dermatologie“ angeboten und umgesetzt wird.
Jahr Untersuchungen chirurg. Eingriffe
1996 3621 1451
1997 3632 1221
1998 ca. 3900 ca. 1500
Insgesamt wurden seit 1987 mehr als 45.000 Untersuchungen durchgeführt und über 25.000 kleinere chirurgische Eingriffe vorgenommen.
410 Ärzte, die alle schon als Medizinstudenten an diesem Projekt teil-genommen haben, sind ehrenamtlich in die Arbeit integriert.

 

b) Vorbeugung und Information

Ein weitere Arbeitsschwerpunkt liegt in der ausführlichen Information und Prävention, damit die Zahl der Menschen zurückgeht, die aufgrund unsachgemäßer Handhabung oder unzureichendem Sonnenschutz krank werden.

Durch Diavorträge und Demonstrationen wird über die Gefahren der Spritzmittelverwendung in der Landwirtschaft, einen effektiven und einfachen Sonnenschutz sowie über die Gefahren des Alkohol- und Nikotinmissbrauchs aufgeklärt.
Auch werden Flugblättern mit Informationen zur Vorbeugung gegen Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs, Mund- und andere Krebsarten verteilt.

c) aktiver Einsatz für ein besseres Gesundheitswesen

Mit der kontinuierlichen Arbeit in 12 zentralen Bezirken von Espirito Santo setzt die Associação Albergue Martim Lutero auch ein deutliches gesellschaftspolitisches Zeichen. Denn das staatliche Gesundheitssystem Brasiliens ist nicht in der Lage, der Mehrheit der Bevölkerung die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen zu verschaffen.
So ist die planerische und organisatorische Arbeit der Mitarbeiter/-innen der Albergue für ungezählte Menschen zu einem Hoffnungsschimmer gegen die herrschende Diskriminierung in Brasilien.

3. weitere Projekte der Albergue

a) Ausbildung von medizinischem Personal

In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen konnte bereits eine relativ große Zahl sogenannter Gesundheitshelfer/-innen ausgebildet werden. Diese arbeiten seitdem in den Gemeinden im Landesinneren und stellen für viele kranke Menschen eine erste Anlaufstelle dar. Die Gesundheitshelfer/-innen entscheiden dann auch, ob und in wie weit eine intensivere ärztliche Behandlung – gegebenenfalls in der Landeshauptstadt Vitória – notwendig ist. Sie vermitteln in einem solchen Fall auch den Kontakt zur Albergue und ermöglichen einen Aufenthalt dort sowie die An- und Heimreise.

 

 

b) ökologischer Landbau

Da viele Erkrankung durch unsachgemäßen Umgang mit Pestiziden hervorgerufen werden, engagieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Aufklärungsarbeit für einen ökologischen Landbau.
Mit Hilfe von Mustergärten, in denen neben normalen landwirtschaftlichen Produkten vor allem Kräuter angebaut werden, wird den Menschen gezeigt, dass auch ohne den massiven Einsatz von Spritzmitteln erfolgreich Landwirtschaft betrieben werden kann.
Neben der Demonstration und Aufklärung werden diejenigen, die ihre landwirtschaftliche Produktion umgestellt haben auch bei der Vermarktung unterstützt.
Dieser Arbeitsbereich hat sich gerade in den letzten Jahren sehr ausgeweitet und wird dankbar angenommen.

WIE WIRD DIE GESELLSCHAFT DER ALBERGUE MARTIM LUTERO FINANZIELL GETRAGEN ?

Obwohl die Arbeit der Associação Albergue Martim Lutero in den letzten Jahren stetig ausgeweitet werden musste und konnte, kommt diese diakonische Einrichtung immer noch mit einem Jahresetat von etwa 100.000,- DM aus.
In diesem Betrag sind alle Kosten enthalten: die Unterhaltskosten für das Haus, die Löhne für die zur Zeit fünf angestellten hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen und die Finanzierung der inhaltlichen Arbeit, wie sie oben beschrieben wurde.
Zu diesen jährlichen fixen Kosten bekommt die Associação Albergue Martim Lutero keinerlei Zuschüsse von staatlichen Stellen oder der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB). Allein die evangelischen Kirchengemeinden in Espirito Santo haben sich verpflichtet, einen festen Betrag beizusteuern, der etwa 1/3 der Kosten deckt.
Dieses Geld kommt so zusammen, dass jedes Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden in Espirito Santo seine Gabe zur Unterhaltung der Arbeit der Herberge nach einem gewissen Prozentsatz gibt, der im Kirchenbeitrag mit eingeplant wird.
Des weiteren wird ein großes Jahresfest von der Albergue organisiert, mit dem auch etwa 1/3 der Unkosten gedeckt werden können. Hauptsächlich gelingt dies durch eine große Verlosung, bei der interessante Preise zu gewinnen sind.
Das letzte Drittel zur Deckung der Kosten wird durch Spenden aufgebracht, die in Brasilien und in Deutschland gesammelt werden. Innerhalb Brasiliens machen dabei die Erntedankgaben (fast ausschließlich Lebensmittel), die zum Schmuck des Altars verwendet wurden, den Großteil der Spenden aus. 
Besonderes Augenmerk gilt in diesem Zusammenhang aber einer katholischen Kirchengemeinde aus dem Stadtteil Maruipe (in Vitória).
Einmalige größeren Spenden kommen von Firmen und Industriebetrieben; so hat die Schokoladenfabrik „Garoto“ der Herberge einen neuen VW- Bus geschenkt und eine beträchtliche Summe für den Druck der Flugblätter.
Insgesamt ist so bisher immer gelungen, die notwendigen Gelder aufzutreiben; wenn auch oft erst in letzter Minute und oft zu Lasten der Gehälter der fest angestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Associação Albergue Martim Lutero.

AUSBLICK

Im vorletzten Jahresbericht, der den Teilnehmern der Generalversammlung des Vereins der Herberge Martim Lutero im Jahre 1998 vorgelegt wurde, schreibt der Leiter der Albergue, Diakon Arlindo Lagass, folgendes:
„Vor den anwesenden Mitgliedern der Versammlung möchte ich bezeugen, dass die Arbeit unseres Vereins ein evangelisches Zeichen auf dem Gebiet der Gesundheit ist. Dem gütigen Gott möchte ich für seine Hilfe und Leitung während der 15 Jahre in der Arbeit danken, die sich für die Gesundheit der Menschen einsetzt. Ich weiß, dass auf diesem Gebiet noch viel getan werden muss. Vor allem muss sich im Bewusstsein der Bevölkerung etwas ändern, damit sie mehr für die eigene Gesundheit tut.
Als Kirche Jesu Christi haben wir viele Schritte getan, die bezeugen, dass wir Menschen sind, die das Leben nach dem Willen Jesu verteidigen. Wir wollen Zeugen des Lebens sein, das Jesus für alle Menschen will. Wir sollen Freunde, Schwestern und Brüder unseres Nächsten sein in Freud und Leid. So beteiligen wir uns an der Arbeit, die unser gütiger Gott durch uns in unserer Welt tun will.“
Dieses Selbstverständnis des Vereins der Herberge Martin Luther (Associação Albergue Martim Lutero) unterstützt die evangelische Kirchengemeinde sowohl auf ideelle als auch auf materiellem Weise durch die seit vier Jahren bestehende Partnerschaft. Wir wollen dadurch einen Beitrag leisten, dass Menschen in der sogenannten Dritten Welt ein menschenwürdigeres Leben führen können. 
Die Associação Albergue Martim Lutero hat schon sehr vielen Menschen geholfen und dieses Engagement soll auf Dauer gesichert werden. Vor allem wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass der Traum von einem größeren Haus in Erfüllung gehen kann. Die bisherigen Unterbringungsmöglichkeiten sind auch für ein sogenanntes Entwicklungsland nicht mehr akzeptabel. Darum bitten wir auch um Ihre Unterstützung.

Christiana Lang-Hoffmeister
Bachhamer Str. 17
84337 Schönau
Tel.: 08726 / 1453
Pfarrer Gert Müller

(im Namen des Kirchenvorstands der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Eggenfelden)
Wir stehen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an.
Spendenkonto: ev. Kirchengemeinde Gabenkasse, Stichwort „Albergue“,
Konto-Nummer: 7815, Sparkasse Eggenfelden, BLZ 743 514 30s