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Alberque 2001

Geschichte der
Associação Albergue Martim Lutero

Die „Unterstützung bei Krankenhausaufenthalten“ der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) wurde gemeinsam mit der Bevölkerung aus dem Landesinneren des Bundesstaates Espirito Santo entwickelt und begann im Jahr 1981, als eine Bewegung ihre Idee vortrug und diese beim Regional-Konzil des Kirchendistriktes Süd von Espirito Santo gutgeheißen wurde.
Unter der juristischen Verantwortung der evangelischen Parochie lutherischer Konfession in Vitória wurde sie organisiert. Die anfängliche Arbeit war gekennzeichnet durch Besuche und Begleitung der Kranken in den Krankenhäusern von Groß-Vitória. Bald wurde jedoch erkannt, dass es notwendig war, einen Ort zu haben, an dem die Kranken untergebracht werden konnten, die keine Einweisung (ins Krankenhaus) hatten. Anfangs griff man auf Häuser von Mitgliedern (der luth. Gemeinden), die in Groß-Vitória wohnen, zurück, was aber zu enormen Schwierigkeiten für Ludovico Saar, dem Gemeindlichen Mitarbeiter für die Gesundheit, führte. Dieser war der erste, der angestellt wurde, um dieses Projekt zu realisieren.

1983, während der Arbeit unter der Leitung von Arlindo Lagass, wurde eine Kampagne ins Leben gerufen, mit dem Ziel ein Haus zu finden, in dem die Albergue untergebracht werden konnte. Der Umzug vollzog sich am 13.11.1984. Dies verschaffte bessere Bedingungen für die Aufnahme der Menschen, die hier eine Unterstützung suchten. Der Standort im Stadtteil Marruipe, nahe bei den wichtigsten zuständigen Krankenhäusern, erleichterte die notwendigen Wege erheblich.

 

Gegenwärtig hält die Nachfrage nach den Angeboten der Albergue Martim Lutero mit großem Zuspruch an. Jährlich werden circa 6.000 ganze Unterbringungs-Tage angeboten, und darüber hinaus 3.000 halbe (Mittagessen). Diese Nachfrage erklärt sich durch das fast vollständige Fehlen von Fachärzten in den Städten im Landesinneren. Diese konzentrieren sich mit ihren Praxen auf Groß-Vitória.

Auch aus diesen Gründen besteht die Arbeit der AAML aus dem Angebot, die Vorgehensweise zu planen (Untersuchungen, Sprechstunden und chirurgische Eingriffe) und durch seelsorgerliche Hilfen (Besuche im Krankenhaus und gottesdienstliche Feiern).

1987 wurde das "Dermatologische Projekt" für die pommerschen Landarbeiter ins Leben gerufen. Es wurde verwirklicht durch ein Abkommen mit der staatlichen Universität von Espirito Santo (UFES – Universidade Federal do Espirito Santo, Zentrum für Biomedizin und Krankenhaus "Cassiano Antonio Moraes"), dem staatlichen Sekretariat für das Gesundheitswesen, den kommunalen Verwaltungsstellen und den lutherischen Gemeinden.

Jeden Monat bewegt sich das Team des Projekts, bestehend aus Professoren, Ärzten, Medizinstudenten und anderen Freiwilligen, zu einem der 11 Orte für die Untersuchungen, die in 10 Städten von Espirito Santo angesiedelt sind. Während der zwei Tage der Nachbarschaftshilfe (Samstag und Sonntag) werden im Durchschnitt 400 Untersuchungen und 95 chirurgische Eingriffe und/oder Elektroverätzungen durchgeführt.

Seit August 2000 wurde das Leitungsteam wieder aufgebaut. Es gibt jetzt zwei Mitarbeiter für die Begleitung ins Hospital (Ludovico Saar und Silvinha Sassemburg), eine Köchin (Angelina Strey de Oliveira), eine Sekretärin (Gevanilda Lagass), einen Verwalter (Vilmar Burzlaff) und einen Pfarrer (nicht besetzt).

Um der Arbeit einen eigenständigen juristischen Charakter zu verschaffen, wurde am 14.06.1992 die Associação Albergue Martim Lutero gegründet, deren Generalversammlung aus Repräsentanten der evang. -luth. Gemeinden in Espirito Santo zusammengesetzt ist.

Am 14. Juni 2001 traf sich die Generalversammlung der AAML, um für die nächsten drei Jahre folgende Vorstandschaft zu wählen:

Präsident: Pfarrer João Paulo Auler; Vicepräsident: Dr. Nivaldo Kiister;
Sekretärin: Maria Schmidt; Stellvertreterin: Ester Schwanz Nitz;
Schatzmeister: Eitel Gums; Stellvertreter: Pfarrer Derly Foerste;
1. Beirat: Dr. Roberto Pagung; 2. Beirat: Adilson Spíndula;
1. Stellvertreter: Manfredo Kruger; 2. Stellvertreter: Laudelino Grunewald.

Der Vorschlag für den Bau einer neuen Albergue wurde in vorangegangenen Versammlungen angenommen. Den entscheidenden Impuls erhielt er durch die Schenkung eines Grundstücks von der Evangelischen Kirchengemeinde Eggenfelden (Bayern - Deutschland). Heute, am 02. September 2001, in Anwesenheit einer Besuchergruppe der Kirchengemeinde Eggenfelden, hunderter Mitglieder der lutherischen Gemeinden aus dem Landesinneren und aus Groß-Vitória und Vertretern befreundeter Kirchen sowie anderer ziviler und religiöser Autoritäten, legen wir den Grundstein dieser neuen Albergue. Die Zeremonie wurde geleitet von Pastor Sinodal Helmar Roelke von der Synode Espirito Santo und Belém.

In den zwanzig Jahren ihrer Existenz (der Albergue) wurde die Arbeit der „Unterstützung bei Krankenhausaufenthalten“ der IECLB in Espirito Santo grundsätzlich aus Mitteln der eigenen lutherischen Gemeinden bestritten. Eventuell erhalten wir Spenden von den Gruppen anderer Organisationen, von Unternehmen und ausländischen Partnern (lutherische Kirchen in Deutschland). Allen diesen vertrauen wir die Aufgabe an, für die nötigen Mittel zur Fertigstellung dieses Neubaus zu sorgen. So können würdigere Bedingungen bei der Aufnahme unserer Brüder und Schwestern geschaffen werden. Denn gemeinsam mit dieser Institution suchen sie Unterstützung zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit.
Wir bitten Gott, unseren Schöpfer und Retter, dass er weiterhin seinen Segen für diese Arbeit der Liebe und Solidarität schenken möge.

Vitória, den 02. September 2001
Zusammengestellt von Vilmar Burzlaff (Verwalter der Albergue)