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Partner in Solidarität

Partner in Solidarität

Vor 20 Jahren begann die Arbeit der "Unterstützung bei Krankenhausaufenthalten" , aus der später die Associação Albergue Martim Lutero hervorging. Die Gemeindeleitungen der IECLB (Evang.-Luth. Kirche in Brasilien) in Espirito Santo hatten keine genaue Vorstellung, wie dies gemacht werden sollte, welchen Weg sie einschlagen sollten. Sie waren jedoch erfüllt von dem Gefühl christlicher Solidarität. Sie fühlten sich angetrieben, ihre Kräfte zugunsten derjenigen aufzubieten, die Hilfe brauchten.

In diesen Zusammenhang möchten wir auch die vertiefte Partnerschaft zwischen der Evangelischen Gemeinde Eggenfelden und der Associação Albergue Martim Lutero (AAML) stellen.

Zu Beginn war es nicht notwendig, zu verstehen, wie die Arbeit sich entwickeln würde. Es reichte zu wissen, dass brasilianische Schwestern und Brüder leidvolle Situationen durchmachten und dass es möglich war, etwas zu unternehmen um ihnen zu helfen.

Partnerschaft ist eine Straße mit zwei Fahrtrichtungen, auf der es ein Hin und Zurück gibt. Neben finanziellen Mitteln gehört es dazu, dass sich einer um den anderen kümmert. Dazu ist es vor allem notwendig, Zeit zum Zuhören zu haben, damit der eine die Bedürfnisse des anderen kennen lernt. Manchmal ist sogar ein persönlicher Kontakt nötig. In diesem Sinne werden die zwei Reisen (Brasilianer in Eggenfelden und die Gruppe aus Eggenfelden in Espirito Santo) eine grundlegende Rolle für den Austausch spielen.

Für die AAML hatte die Einladung der Besuchergruppe aus Eggenfelden einen klaren Sinn: ihnen in konkreter Form die Lebensrealität in unseren Gemeinden und die Bemühungen der IECLB (Synode Espirito Santo und Belém) auf dem gemeinsamen Weg zu zeigen. Die Arbeit der AAML ist nur eine Herausforderung unter vielen anderen.

Das Besucherprogramm wurde so geplant, dass die Besucher verschiedensten Situationen und Realitäten begegnen konnten. Wie leben die Menschen im Landesinneren und in der Großstadt? Wie wirkt das Team und die meisten Mitarbeiter der AAML? In welcher Form entwickelt die IECLB ihre missionarische Aufgabe im Staat Espirito Santo? Auf diese Fragen einige Antworten zu geben war die Herausforderung, der wir uns stellten!

Unserer Meinung nach verstand die Besuchergruppe diese Herausforderung gut. Wir sind dankbar für deren Offenheit, immer mehr zu hören und zu sehen. Für die Ergriffenheit und die Solidarität, die uns in Worten und Gesten gezeigt wurde, die sich aber vor allem in euren Gesichtern spiegelte. Wir konnten von regionalen Gemeindeleitungen hören, dass die solidarische Haltung der Evangelischen Gemeinde Eggenfelden als Beispiel und Inspiration für brasilianische Gemeinden dient.

Unsere Herausforderungen sind unermesslich. Unsere Schwierigkeiten sind enorm. Unser Wille diese zu überwinden jedoch ist größer. Der Herr gibt uns die Kraft dazu.

Wir glauben, dass die Partnerschaft zwischen Eggenfelden und der AAML ab jetzt eine viel weiteren Horizont hat. Es geht nicht nur darum, eine soziale Arbeit finanziell zu unterstützen. Die Partnerschaft umfasst Bande brüderlicher Freundschaft zwischen Menschen und mit allen Gemeinden der Synode Espirito Santo und Belém.

Da ihr unsere Realität besser kennt, wird es ab jetzt für die Gemeinde von Eggenfelden möglich sein, Vorschläge für die Arbeit zu machen und genauere Meinungen über unsere Pläne kundzutun. Partnerschaft bedeutet auch Ideen und Gedanken auszutauschen.

So möchten wir danken, dass wir uns eurer so angenehmen Anwesenheit erfreuen durften. Ab sofort gilt unsere Einladung für eine baldige Rückkehr oder für den Besuch von anderen Gruppen. Auf diese Art wird unsere Partnerschaft gestärkt und die Brücken zwischen Brasilianern und Deutschen werden von Mal zu Mal stärker.

Eine brüderliche Umarmung an alle Mitglieder unserer Partnergemeinde!

Vilmar Burzlaff

(Verwalter der AAML)